Die geringe Masse der zu rammenden Pfahlrohre ermöglicht die Pfahlherstellung mit einem wendigen Hydraulikbagger mit hydraulischem Schnellschlaghammer. Daher können Pfahlfundierungen auch bei sehr beengten und schwierigen Platzverhältnissen hergestellt werden. Für die Rammung der Pfahlrohre mit dem hydraulischen Schnellschlaghammer genügt eine für Pfahlrammung sehr geringe Einzelschlagenergie zur Errichtung hoher Pfahltragfähigkeiten. Dies ermöglicht die schonende, nahezu erschütterungsfreie Einbringung der der Pfähle in den Baugrund in unmittelbarer Nähe bestehender Gebäude. Ein Pfahlachsabstand von 40 cm vom Bestand kann eingehalten werden. Schrägpfähle können bedingt durch die wendigen Geräte in nahezu jeder Neigung und Richtung hergestellt werden.
 |
| Die Pfähle werden mit dem Bagger in den Untergrund getrieben. |
Der erste Rohrschuss wird, versehen mit einem Rammschuh, im bereits fertiggestellten Voraushub angesetzt und eingerammt. Der nächste Rohrschuss wird in die konische Muffe des vorhin eingerammten Rohres eingesetzt. Durch den Rammvorgang entsteht eine starre, kraftschlüssige Verbindung. Der Pfahl wird auf die Endtiefe, die aufgrund des Eindringwiderstandes festgestellt wird, eingerammt; der Überstand wird auf planliche Höhe mit der Trennscheibe abgetrennt. Das Reststück wird, versehen mit einem neuen Rammschuh, sogleich als erster Rohrschuss des nächsten Pfahles angesetzt. Daher fällt bei der Pfahlherstellung kaum Verschnitt an. Die fertig gerammten Pfähle werden zur Traglasterhöhung mit Beton ausgefüllt und der Pfahlkopf wird je nach Erfordernis der Lastabtragung mit einer Druckverteilerplatte oder Zusatzbewehrung ausgebildet.
 |
 |
| Transport auf die Baustelle |
Dem ersten Pfahl wird ein Schlitz für den Betonaustritt eingesägt |
 |
 |
| Das Einsetzen des Pfahles in den Rammschuh |
Weitere Pfähle werden auf den schon gerammten Pfahl aufgesetzt |